Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen: Wer nicht ums Dunkel weiss, kann das Licht nicht erkennen.

24. Juni 2015 - 20.00 - Zürich
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Anlässlich des Semesterausklangs der Frauenloge Nr. 5 "Felix und Regula" zu Zürich, haben sich zahlreiche Schwestern und Gäste am Logensitz eingefunden. Der Abend stand ganz unter dem Motto "Reise der Gegensätze".

Während zu Beginn des jährlichen Semesterausklangs beim Apéro noch erfrischender Schweizer Weisswein kredenzt wurde, verlagerte sich die Sinneswahrnehmung nach und nach östlich in den asiatischen Raum. Nach China.

Schwester Susi Bachmann war 2014 während zwei Monaten in China. Die ersten sechs Wochen war sie an einer Schule, wo sie ihre Sprachkenntnisse im Chinesischen vertiefte und gleichzeitig tolle Freundschaften schloss. Danach ging sie mit ihrem Mann auf eine Reise, die sie sowohl in für uns eher unbekannte Städte führte, aber auch Highlights wie Beijing, Hongkong und Shanghai einschloss. Eine Lungenentzündung ihres Mannes hatte denn auch zur Folge, dass sie Einblick in die medizinische Versorgung des Landes bekam und teils mit gemischten Gefühlen den Ärzten ihr Vertrauen schenkte. Eindrückliche Fotos untermalten ihren Reisebericht und führten uns immer wieder die Gegensätze in diesem Land vor Augen.

Im zweiten Teil unseres Abends kehrten unsere Gedanken aus dem fernen Osten wieder zurück nach Zürich und widmeten sich den Tätigkeiten und Herausforderungen der Mütterhilfe der Stadt Zürich. Unsere diesjährige Vergabung geht nämlich an diese Institution und Frau Stefania Curschellas der Mütterhilfe war an diesem Abend bei uns, um sich und ihre Aufgaben uns vorzustellen. Beeindruckt von der Feinfühligkeit, die diese Aufgabe fordert, überreichte unsere Obermeisterin Elisabeth Müller dann den symbolischen Cheque.

Die Reise an diesem Abend war aber noch nicht zu Ende. Erneut fanden wir uns in China wieder. Den ganzen Abend schon wehte uns ein feiner Duft des chinesischen Essens um die Nase – nun war es endlich soweit und die Leckereien wurden aufgetragen. Chinesische Ente mit gebratenem Reis umrahmt von chinesischen Musikklängen – und das mitten in Zürich.

Welche spannende Gegensätze durften wir doch an diesem lauen Sommerabend im Kreise von Freunden und Gleichgesinnten geniessen! Oder wie sagte Konfuzius (551-479 v. Chr.) so schön:

"Yin und Yang, männlich und weiblich, hart und weich, Himmel und Erde, Licht und Dunkel, Donner und Blitz, kalt und warm, gut und schlecht… das ist die Wechselwirkung der gegensätzlichen Prinzipien, die das Universum formen."

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