Kyburg-Loge Nr. 14 Winterthur

Öffentliche Anlässe

Kommende Anlässe

Rückblick auf vergangene Anlässe

Einsatz an einem Sportanlass von Special Olympics

Special Olympics ist weltweit die grösste Sportbewegung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Für solche Menschen hat Sport eine ganz besondere Bedeutung. Es werden Selbstwertgefühl, körperliche Fitness, Selbständigkeit und Mut, Neues zu wagen gefördert. Am Samstag, 13. Mai wurde das Finale der Basketball Championships in Winterthur durgeführt.
Wie in früheren Jahren leisteten einige Mitglieder der Kyburg-Loge an diesen Games wieder einen sozialen Einsatz. Bei dieser sehr gut organisierten Sportveranstaltung galt es für uns, in recht kurzer Zeit etwa 360 Sportlern das Mittagessen zu servieren, Tische abzuräumen, Platz für die nächste Schicht zu schaffen und dafür zu sorgen, dass ein reibungsloser Ablauf bei der Verpflegung gewährleistet war. Zum Glück verfügten wir aufgrund unserer Serviceeinsätze in der Loge über entsprechendes Know-how. So denke ich, dass wir mit unserem einheitlichen Auftritt mit Odd-Fellows-Polo-Shirts, schwarzen Schürzen und viel Motivation einen guten Eindruck hinterlassen haben.
Am Ende des Turniers folgte die Rangverkündigung, an der wir bei der Verteilung der Medaillen beteiligt waren. Dies war ein eindrücklicher Schlusspunkt an diesem Sportanlass. Die Begeisterung und Freude in den Gesichtern der Sportler zeigten uns, wie wertvoll Sport für diese Menschen sein kann. So werden wir auch in den kommenden Jahren bei solchen Veranstaltungen gerne wieder einen Einsatz leisten.
Andi Leutenegger

 

 

"Alles was Rächt isch": Braucht es Rechtsregeln nur dort, wo Wertschätzung fehlt?

Mit Prof. Dr. Rolf Watter konnte die Kyburg-Loge für ihre Gästeloge am 31. März 2017 einen namhaften Referenten gewinnen. Watter ist Partner der Zürcher Kanzlei Bär & Karrer und lehrt daneben Gesellschaftsrecht an der Universität Zürich. Zudem wirkt er in bedeutenden Schweizer Firmen als Verwaltungsrat, u.a. bei der PostFinance als Präsident. In seiner Karriere war er bei vielen Fusionen wie bei Novartis und UBS an vorderster Front dabei. Das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ führt ihn seit 2009 als einer der zwei einflussreichsten Anwälte der Schweiz.

Rolf Watter gilt als leidenschaftlicher Jurist. Das zeigte sich eindrücklich in seinem Referat, das der Frage nachging, wann es Regeln braucht und wann der sogenannte „Handschlag“ die bessere Basis für eine Abmachung ist. Damit schlug er elegant einen Bogen zum Thema der Wertschätzung, das von den Odd Fellows in diesem Jahr im Mittelpunkt vieler Überlegungen und Vorträge steht.
Auch wenn der Referent Sympathie für den Handschlag und eine Zusammenarbeit basierend auf gegenseitiger Wertschätzung hegt, legte er in seinen engagierten Ausführungen dar, dass es im zwischenmenschlichen Zusammenleben eben doch nicht ohne Gesetze geht. Er untermauerte diese Aussage mit vier Gründen. Erstens kann mit einem Handschlag nur die Hauptleistung geregelt werden. Wenn es komplizierter wird, braucht es aber unweigerlich allgemein anerkannte Regeln. Weiter helfen Gesetze bei Geschäften mit Leuten, die man nicht (gut genug) kennt und man somit dem Handschlag nicht ausreichend trauen kann. Zudem können Geschäfte so wichtig sein, dass eine mögliche Sanktion durch Ächtung oder Missachtung nicht wirkungsvoll genug ist. Schliesslich soll das Recht auch einen gewissen Schutz des sozial Schwächeren sicherstellen.
Herr Watters Vortrag fand ein grosses Interesse, das sich auch in einer sehr regen Diskussion während des anschliessenden Abendessen manifestierte. Der Referent bestach dabei durch ein sehr gutes Eingehen auf die vielen gestellten Fragen und durch auch für juristische Laien gut verständliche Antworten.
Die zahlreichen Gäste erhielten an dieser öffentlichen Veranstaltungen einen sehr guten Einblick in unser Logenleben und erlebten die gute Stimmung bei einem feinen Abendessen und interessanten Diskussionen.

«Souveräne Gelassenheit» – Öffentlicher Vortrag in Winterthur

Am 3. November trafen sich Mitglieder der Kyburg-Loge und der Wiler Fürstenlandloge sowie Gäste zu einem öffentlichen Vortrag im Odd Fellow-Haus. Der Redner, Urs von Arx, Inhaber der Firma Leadership Coaching, lebte das Vortragsthema gleich auf eindrückliche Weise vor. Souverän und mit einer überzeugenden Gelassenheit trug er seine Überlegungen zu diesem Thema vor. Dabei fesselte er die Zuhörer nicht nur durch seine Rhetorik, sondern auch durch vielfältige Gedankenanstösse aus dem praktischen Leben. Seine grosse Erfahrung aus seiner beruflichen Tätigkeit als Coach von Organisationen sowie Einzelpersonen bei der Erschliessung ihres Führungspotentials war ihm jederzeit anzuspüren und gab dem Referat einen besonderen Tiefgang.

Nach der Sitzung, an der die Gäste einen guten Einblick in das Wesen und die Ziele der Odd Fellows erhielten, sassen die Anwesenden ungezwungen bei einem feinen Abendessen und spannenden Gesprächen zusammen. Dabei wurde auch intensiv über das Referat diskutiert. Die vielen Fragen beantwortete Urs von Arx souverän und konnte so gleich noch weitere Impulse zum Thema geben.

Bei Interesse kann das Manuskript des Vortrages „Souveräne Gelassenheit“ über den folgenden Link bestellt werden: Kontaktformular

«Humor macht stark» – Öffentlicher Vortrag in Winterthur

Prof. Dr. Helmut Bachmaier, Universität Konstanz, sprach am 29. April im Odd Fellow-Haus, Winterthur über ein «ernstes» Thema. 

Für unsere Gästeloge konnten wir - nach seinen eigenen Worten - einen überglücklichen Referenten begrüssen. Überglücklich, da er seinen Vortrag mit einem Zitat aus Goethe's Faust beginnen konnte:

Mein Pathos brächte dich gewiss zum Lachen,
Hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt. 
Mephisto zu Gott; Prolog

Damit schlägt der Referent den Bogen zu der antiken Theologie, welche eine Theologie der Komik war. Die klassischen Götter, welche über sich selbst lachen konnten, hoben sich erst dadurch über ihre nur allzu menschlichen Züge empor und wurden erst durch den Humor zu Göttern. Dagegen ist der christliche Gott bereits per Definition vollkommen und allmächtig und braucht daher den Humor für die Vervollständigung gar nicht.  

In seinem unterhaltsam vorgetragenen Referat hat Prof. Dr. Helmut Bachmaier die anwesenden Kyburger und Gäste einen fesselnden Einblick in die Welt des Humors und der Komik präsentiert. Der Referent zeigt auf, wie Humor als Instrument der Macht, aber auch des Widerstandes, eingesetzt worden ist. Wer Witze über andere reisst, setzt diese herab und erhebt sich dadurch über sie; stärkt somit seine eigene Macht. Wer demgegenüber jedoch über sich selbst lacht resp. Witze macht, der macht sich selbst kleiner und gibt damit auch ein schlechteres Ziel ab; er nimmt dem Gegner damit den Wind aus den Segeln. Beispiele dieser Art Humor sind die jüdischen Witze, welche die eigenen, jüdischen Eigenarten entlarven und damit einem möglichen Angriff von aussen zuvorkommen. Der politische Humor bezweckt den Widerstand gegen eine Staatsmacht und bedient sich oft der Mehrdeutigkeit von Begriffen. Dies ist vor allem in totalitären Systemen oft die einzig mögliche Art von Widerstand.  

Prof. Bachmaier hat mit seiner reichen Erfahrung in diesem Gebiet die Zuhörer gepackt und die Diskussionsmöglichkeit im Refektorium wurde ausgiebig genutzt. Insgesamt ein gelungener Abend, der unseren Gästen einen guten Einblick in das Wirken der Odd Fellows der Kyburg Loge gegeben hat.